Reprise September 2014
 
„Gaidos um 3“ am 19. September
mit Sigi Preisz als musikalischem Gast


Nach 2 Monaten Sommerpause konnten endlich wieder alle zu „Gaidos um 3“ gehen. Nicht nur das Publikum, sondern auch Walter Gaidos hatten schon Entzugserscheinungen. Diesmal ging es speziell ums Wienerlied, da ja am 20. September, also gleich am nächsten Tag der „Gaidos um 3“ Wienerlied Gesangswettbewerb für Nachwuchs- Sänger und Sängerinnen <30 Jahre stattfindet. Mit „I bin und bleib der Walter aus Wien“ wurde der musikalische Nachmittag eröffnet. Zu Gast war diesmal Sigi Preisz, ein „Altes Haus“ im Wienerlied wie man so schön sagt. Er hat sich Prof. Felix Lee als seine Begleitung am Akkordeon mitgebracht und es erfreute umso mehr, da wir auch ein neue Stück, den Spittelberger Tanz“ als Solo von Herrn Professor Lee hörten. Mit Akkordeon Begleitung sang auch, die nur kurz vorbei schauende, Helga Kohl, die speziell für Luise Seitler „ihr Lied“ „Wien, du bist ein bunter Blumenstrauß“ präsentiert hat.
Am Klavier spielte, wie fast immer, Prof. Fritz Brucker und begleitete Walter Gaidos bei seinen Wienerliedern durch‘s Programm. Einige möchte ich aufzählen: „Du guater Himmelvater“, „Das Wiener Fiakerlied“, „Da geh ich hinaus in den Wienerwald“ etc. Ein selten gehörtes Stück von Franz Grohner „Wer a Wienerlied singt braucht kann Heldentenor“, hörten wir von Walter als Bariton der ja, wie wir wissen, aus Passion und Freude singt. Danach kam das „Vogerl aus Wien“. Dieses Lied kennt man gesungen von Horst Winter, der es mit Karl Grell geschrieben hat.
Von Sigi Preisz hörten wir „Mein Wien“, „Wir Weaner san Lamperln, wir Weana san guat“ und dann erklärte er uns noch „Mir fehlt nix, i brauch nix“. Na, da gratulieren wir aber dem Sigi, wie es scheint ist er rundum zufrieden.
Vergessen dürfen wir nicht die „Dichtergilde“, die diesmal aus Luise Seitler, Eva Blecha, Marcella Kremser und Hubert Rosner bestand. Es ist so schön, wie unsere Vortragenden immer wieder Neues an Geschichten und Gedichte in ihrem Fundus finden, die heiter, lustig oder traurig sind und zum Nachdenken anregen.
Vor der Pause gab es noch von Walter eine Laudatio an mich, da ich in Kürze meinen wohlverdienten 60er habe, auf den ich mich, man glaubt es kaum, sogar freue. “Ich hab mich so an dich gewöhnt“, das kann man nach 30 Jahren schon sagen, sang mir Walter dieses Liebeslied. Ach – war das schön – Danke mein lieber Walter.
Nach Kaffee und Kuchen ging es in den 2. Teil des Nachmittages mit der Feststellung „Es is ka Wunder, dass wir da beinander sitzen tan“ ein Lied von Walter Bross und Karl Hodina und dann erklärte uns Walter „Wann i nimma singen kann, lass i mi begraben“. Walter Steinbrecher dachte genauso wie unser Walter, denn das stimmt ganz sicher. Passend zum Herbst dachten wir an den narrischen Kastanienbaum, die ja leider wie immer braune Blätter bekommen haben, so narrisch ist er. Wir hörten noch viele Wienerlieder wie das wohl berühmteste Mutterlied „Mei Muatterl war a Weanerin“ und „Wenn der Franzl am Kahlenberg“, „Die Lannermusik“ u.v.m.
Im Gedenken an Walter Heider, der dieses schöne Wien heuer am 20. Mai für immer verlassen hat, sang Walter „sein“ Lied „I hab ka Angst um‘s Weanalied“. Sicherlich ist es auch in seinem Sinn, dass der Wienerlied Nachwuchs Gesangswettbewerb stattfindet, denn auch wir haben somit keine Angst um‘s Weanalied – Also, nicht jammern, sondern was dafür tun!

Nächsten Monat, am 17. Oktober bei „Gaidos um 3“ wird als Überraschungsgast eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer aus dem Wienerlied Gesangswettbewerb zu Gast sein. Wer? Das entscheidet sich am 20. September. Es soll ja eine Überraschung sein.

Bericht und Fotos: Sissi Gaidos www.gaidosumdrei.at