Reprise Juni 2012

Saisonabschluss bei „Gaidos um 3“
Sechs Monate sind schon wieder um, als am Saisonanfang im Jänner Claudia Puhr mit einem wundervollen „Gaidos um 3“ Nachmittag die Veranstaltungen des Jahres 2012 eröffnete.
Diesmal, im Juni, war Christian Müller eingeladen, der uns mit seiner schönen Baritonstimme
und mit herrlichen Liedern begeisterte.
Schönes Wetter für den Garten, Urlaubszeit für Pensionisten und leider auch Krankheiten verringerte diesmal die Gästezahl, doch die, die kamen hatten wieder einen sehr schönen, musikalischen Nachmittag. Alle Künstler wurden von Prof. Fritz Brucker am Haus-Klavier vom Gasthaus Ebner begleitet. Walter Gaidos begann mit seinem Auftrittslied „I bin und bleib der Walter aus Wien“ und brachte danach ein Freddy Quinn Medley mit unendlich vielen Melodien, die uns immer wieder an diesen großartigen Künstler erinnern. Er selbst, wie wir ja wissen, möchte am liebsten vergessen werden, doch mit seinen Melodien bleibt er uns ewig in Erinnerung.
Im Lebenslauf von Christian Müller erfuhren wir, dass er Frisör war und 33 Jahre lang an der Wiener Volksoper im Ensemble sang. Weiters unterhält er seine Musikfreunde auf Kreuzfahrtsschiffen und bei verschiedensten Wienerliedveranstaltungen. Vielen Gästen ist er ja bekannt und man erfreut sich ihm zu zuhören. Mit „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“ begann Christian Müller und Walter Gaidos entschuldigte sich mit „Pardon Madame“
bei allen Damen. Christian Müller, eben zurückgekehrt von einer Donau-Kreuzfahrt, merkte gleich, als er wieder in Wien war, das bei uns „ein eigener Wind weht“.
Durch Marcella Kremser, eine Dame aus der Dichtergilde, erfuhren wir mehr über die Männer, wie sie so wirklich sind, etwas deftig, aber den Damen gefiel das.
Neu in der Wienerliedszene ist Herbert Richter, den Walter Gaidos beim Wienerlied Stammtisch kennen lernte. Mit „I hab ka Angst ums Weanaliad“ sprach er uns aus der Seele,
denn bei „Gaidos um 3“ und vielen anderen Wienerliedveranstaltungen braucht man sich keine Sorgen zu machen. Man hört – das Wienerlied lebt!! Alle Damen fühlten sich von Christian Müller auf die Schulter geküsst, ein Lied erzählt vom Oberst Ollendorf. Leopold Hawelka ist wieder da. Nach langem, krankheitsbedingtem Ausfall, erzählte er uns diesmal eine Geschichte von Würsteln, Burenhäuteln und vom Strammen Max. Er selbst verkleidete sich als Würstelmann, einmal eine ganz andere Facette von ihm. Mit „Das Nussdorfer Sternderl“ von Sepp Fellner und Ewiges Wien genossen wir Kaffe und Kuchen.
Gestärkt ging es weiter mit Walter Gaidos. Er erzählte uns gesanglich „Wo i bin geboren worden“ und dann ging’s im Duett mit Herbert Richter als „Hausherrnsöhnln“ weiter.
Christian Müller ließ sich gerade die wunderbar gebackenen Champignon schmecken, als er uns ins „kleine Beisl“ entführte. Es gibt so viel über Wien zu erzählen und Walter Gaidos zeigte uns sein „Bilderbuch vom alten Wien“, dazu passend auch „Das Vogerl aus Wien“, das auch Horst Winter gerne gesungen hat. Hubert Rosner lockerte die Gesangesrunde mit einer Geschichte vom „Weana Fremdenführer“ und Marcella Kremser mit einer Geschichte von Krutisch auf. Fast vergessen hatte Walter Gaidos diesmal Gerti Steiger, die schon mit ihren Geschichterln in den Startlöchern saß. Wollte sie uns doch unbedingt erzählen wie viele Erdbeeren sie in ihrem Garten hat. Na, die Ausbeute war nicht sehr groß. Aber ein Garten sollte auch nur ein Hobby sein und wenn die Ernte von Erdbeeren nur 28 dag hat, dann müssen diese ja besonders gut schmecken. „Das Reserl aus Wien“ und „Perle im Donautal“ gehören auch zu den Lieblingsliedern von Walter und mit seinem absoluten Hit „My Way“ beendete er wieder diesen Nachmittag bei „Gaidos um 3“ und man wünschte den Gästen einen schönen Sommer und ein gesundes Wiedersehen im September. Diesmal am 14., also am 2. Freitag im Monat, denn am 3. Freitag ist Familie Gaidos mit einigen Freunden im schönen Kärnten unterwegs.
Bericht und Fotos: Sissi Gaidos
www.gaidosumdrei.at